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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dürfen Hamster Mohn essen?


Alexias
24.11.2010, 20:37
Ich fand gerade unterschiedliche Beiträge und bin nun unschlüssig.
Mohn stellt ja eine ideale Kalziumquelle dar, daher würde ich meinem Hamster gerne ab und an welches verfüttern.


Schlaf-Mohn ist giftig für Pferde, Hunde und Katzen, aber vermutlich auch noch für andere Tiere. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erregung und Unruhe, Schwierigkeiten beim Atmen, Krämpfe, Koliken und Durchfall.
http://www.nordicdogs.net/giftige-gartenpflanzen-f26/giftige-garten-pflanzen-s-z-t1273.htm

Tiergiftig: Klatsch-Mohn ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe sowie für Schweine. Die Vergiftungssymptome sind nervöse Erregungszustände, Magen- und Darmbeschwerden; die Tiere werden unruhig und schreckhaft; es kann zu Raserei kommen sowie zu epileptischen Krämpfen und Bewusstlosigkeit.
http://www.botanikus.de/Botanik3/Ordnung/Klatschmohn/klatschmohn.html

Also Krümel turnte gestern nach dem Frühstück aufm Tisch rum und da lagen auch noch Brötchenkrümel und Mohn...er hat das weggeputzt und war weder high, noch ist er dran gestorben :-)
http://www.das-hamsterforum.de/thread.php?threadid=1140

Folgende Bestandteile kann ein gutes Hamstertrockenfutter enthalten: Kleinsämereien: […] Kleinsämereien/Ölsamen, die wegen ihres extrem hohen Fettanteils nur einen geringen Anteil an der Samenmischung ausmachen sollten, wie Negersaat, Kardi, Perilla, Leinsaat, Hanf, Mohn, Sesam.
http://www.diebrain.de/hi-futter.html

DrHilbert
25.11.2010, 13:24
Ist schwer zu sagen -- aber wenn Hamster Mohn futtern, ohne Symptome zu zeigen, kann eigentlich davon ausgegangen werden, daß man ihn verfüttern darf. Halt nicht in großen Mengen ;)

Mit der Giftigkeit ist das so eine Sache, die ist von Tier zu Tier sehr unterschiedlich -- Meerschweinchen z.B. reagieren auf Dioxine unglaublich sensibel, Menschen dagegen kaum (auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird). Einem Hängebauchschwein kannst du Morphium in Mengen verabreichen, die für Menschen zehnmal tödlich wären, das wird nicht mal high... manche Tiere vertragen sogar Cyankali ohne erkennbare Wirkung. Selbst von Meerschwein zu Kaninchen zu Hamster gibt es große Unterschiede. Wenn du daher Aussagen liest wie "für X, Y und Z giftig", dann sagt das erstmal nix aus. Man kann halt (leider oder zum Glück? :yikes) nicht jeden Stoff an jedem Tier ausprobieren...

Im Zweifelsfall, wenn also keine verstandesgemäßen Argumente dagegensprechen (wie "verursacht Nierenprobleme", sowas ist ziemlich universell übertragbar), würd ich einfach mal eine sehr kleine Menge verfüttern und den Hamster beobachten. Wenn's Leute schon mit fatalen Folgen ausprobiert hätten, würde sicher irgendwo was drüber stehen...

Mopirelli
26.11.2010, 01:08
Man kann halt (leider oder zum Glück? :yikes) nicht jeden Stoff an jedem Tier ausprobieren...

Ja, deswegen wird ja auch die Lethaldosis immer in Bezug auf eine Art angegeben, z.B. "LD 50 (Ratte): 500mg" bedeutet, daß bei im Versuch 50% der Ratten bei einer Verabreichung von 500mg verstorben sind.

Ganz besonders stark zeigt sich das auch bei der Medikamention von Katzen, für die sind gewisse Medikamente tödlich, die bei sehr vielen anderen Arten gut verträglich und gängig sind.

Um auf die Grundfrage zurückzukommen: Du weißt leider nicht, welche Metabolite der Mohn genau enthält und in welcher Konzentration. Für Mohn, der als Nahrungsmittel für Menschen verkauft wird, habe ich da nicht so starke Bedenken, wenn er als Futtermittel deklariert ist, würde ich ihn nicht füttern. Es gibt ohnehin auch andere gute Kalziumquellen.

Ansonsten hat der Doc es eigentlich gut beschrieben.

Mopi