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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Infos zur Handaufzucht mutterloser Hamsterbabies


Suzie
07.10.2007, 17:07
Aus dem Buch "Heimtierkrankheiten" (Seite 122)
Autor: Dr. Thomas Göbel und Dr. Anja Ewringmann
Verlag: Ulmer

Aufzucht mutterloser Jungtiere

Hamstermilch hat einen relativ hohen Gehalt an Protein (9,4%), aber nur einen recht geringen Fettgehalt (4,9%). Ersatzmilch-Präparate für Hunde und Katze sind daher von der Zusammensetzung nicht optimal. Eine Handaufzucht ist nach folgendem Rezept jedoch recht gut möglich:

5g Katzenersatzmilch (Whiskas Feline Milk Substitute)
+ 20ml Wasser
+ 1 Messerspitze eines Mineralstoffgemisches (Vitakalk oder Korvimin ZVT).

Die Jungtiere müssen alle 2 bis 3 Stunden gefüttert werden. Die Milch sollte eine Temperatur von etwa 39°C aufweisen. Die Fütterung kann mit einer kleinen Spritze und aufgesetzer Knopfkanüle erfolgen. Nach jeder Mahlzeit müssen Bauch und Analgegend vorsichtig massiert werden, um den Kot- und Harnabsatz zu stimulieren.

Für die erfolgreiche Aufzucht ist eine Regulation der Umgebungstemperatur äusserst wichtig. Im Nest sollte eine Temperatur von etwa 30 bis 35°C herrschen. Dabei ist auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu achten (gegebenenfalls Luftbefeuchtung mit einer Blumenspritze), um ein Austrocknen von Haut und Schleimhäuten zu verhindern. Ist die Umgebungstemperatur zu niedrig, kann die Körpertemperatur nicht konstant gehalten werden. Hypotherme Jungtiere sind weniger aktiv und saugen schlecht, so dass sekundär eine Hypoglykämie entstehen kann, nicht selten mit Todesfolge.



Und hier ein anderes Rezept:
Rezept von Kienzle, Landes 1995, Landes 1997, Vervuert 1999, Zitate finden sich z.B. bei Gabrisch, Zwart 2005 und auch Kamphues 1999


Original von Mopirelli
Milchaustauscher für Hamsterjunge:

Magerquark:.......40%
Eigelb:............4%
Magermilch:.......42%
Rahm.(30% Fett):..11%
Mineralfutter:.....2% (Calcium : Phosphor ca. 2:1)
Originäre Quellen: Kienzle, Landes 1995, Landes 1997, Vervuert 1999, Zitate finden sich z.B. bei Gabrisch, Zwart 2005 und auch Kamphues 1999

Diese Zubereitung wird ganz jungen Tieren ca. alle 3 Stunden körperwarm gereicht.

Eine Katzenaufzuchtmilch wird i.d.R. wenig bis keine Laktose enthalten, die Milch von Hamstermüttern enthält aber in etwa soviel viel Kuhmilch - ich kann leider nicht abschätzen, wie wichtig Laktose für den Energiehaushalt der Kleinen ist, möchte aber dennoch auf diesen grundsätzlichen Unterscheid hinweisen.